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Website erstellen lassen: Was es 2026 wirklich kostet

„Was kostet eine Website?“ ist die Frage, auf die im Netz fast niemand ehrlich antwortet. Entweder heißt es „ab 299 €“ oder „das kommt ganz drauf an“. Beides hilft dir nicht. Hier bekommst du echte Spannen, die Kostentreiber dahinter und die Folgekosten, an die kaum jemand denkt.

» Die ehrlichen Preisspannen im DACH-Markt

Es gibt keinen amtlichen Preis für eine Website. Was es gibt, sind Spannen, die sich am Markt eingependelt haben. Die folgenden Zahlen sind typische Größenordnungen für Selbstständige und kleine Unternehmen im deutschsprachigen Raum – keine Statistik, sondern das, was in Angeboten realistisch auftaucht.

Baukasten im Eigenbau: 0–30 € pro Monat plus deine Zeit

Die bekannten Baukästen kosten dich zwischen null und rund 30 Euro monatlich, je nachdem, ob du eine eigene Domain, mehr Speicher oder einen Shop brauchst. Du zahlst für eine Oberfläche, in der du selbst klickst. Was du nicht bekommst: eine Strategie, Texte, die verkaufen, und jemanden, der merkt, wenn deine Startseite nicht sagt, was du eigentlich anbietest.

Der zweite Haken ist die Abhängigkeit. Deine Seite liegt im System des Anbieters. Kündigst du das Abo, ist sie weg – Mitnehmen in der Regel ausgeschlossen. Und die Ladezeiten sind bei Baukästen selten gut, weil viel Technik mitgeladen wird, die deine Seite gar nicht braucht.

Freelancerin oder Freelancer: 800–3.000 €

Das ist die Spanne, in der die meisten Selbstständigen landen. Für 800 bis 1.200 Euro bekommst du typischerweise eine solide, aber schlanke Umsetzung: wenige Seiten, du lieferst Texte und Bilder. Zwischen 1.500 und 3.000 Euro liegen Projekte mit mehr Seiten, geschriebenen Texten, SEO-Grundlagen und einem Design, das nicht nach Vorlage aussieht.

Du zahlst hier vor allem für eine Person, die den Überblick behält. Kurze Wege, direkte Absprachen, kein Ticketsystem. Der Nachteil: Eine einzelne Person hat begrenzte Kapazität – und wenn sie krank wird, wartet dein Projekt.

Kleine Agentur: 3.000–10.000 €

Hier arbeiten mehrere Menschen an deinem Projekt: Konzept, Design, Umsetzung, oft noch Text und SEO getrennt. Du zahlst für Prozess, Abstimmungsrunden, Dokumentation und Ausfallsicherheit. Für ein Unternehmen mit mehreren Angeboten, Standorten oder Zielgruppen ist das sinnvoll. Für eine Einzelunternehmerin mit einem klaren Angebot ist es meistens deutlich mehr Apparat, als das Ergebnis braucht.

Große Agentur: ab 10.000 €

Ab dieser Größenordnung geht es um Markenentwicklung, Nutzerforschung, individuelle Systeme, Schnittstellen zu Warenwirtschaft oder CRM. Sinnvoll für Firmen mit Marketingabteilung. Für Solo-Selbstständige ist das kein Vergleichsmaßstab, sondern eine andere Liga.

» Was den Preis wirklich treibt

Wenn zwei Angebote 900 und 2.900 Euro sagen, liegt der Unterschied fast nie in der Gier des einen. Er liegt in diesen Punkten:

» Die Folgekosten, an die kaum jemand denkt

Der Angebotspreis ist nur der Anfang. Diese Posten kommen dazu – und sie sind der Grund, warum manche „günstige“ Website nach zwei Jahren die teurere war:

» Die ehrliche Rechnung: Website selbst machen

„Ich mach das selbst, das kostet ja nichts“ ist der teuerste Satz in dieser Rechnung. Rechne einmal mit:

Macht 30 bis 60 Stunden. Nimm einen vorsichtigen eigenen Stundensatz von 60 Euro: Das sind 1.800 bis 3.600 Euro an Arbeitszeit, die du nicht abrechnest. Bei 90 Euro Stundensatz sind es 2.700 bis 5.400 Euro. Dazu kommt, was du in dieser Zeit nicht getan hast – Kundenprojekte, Akquise, Angebote.

Das heißt nicht, dass Selbermachen falsch ist. Wenn du am Anfang stehst, Zeit hast und Budget knapp ist, ist es eine ehrliche Option. Es heißt nur: Es ist nicht kostenlos. Du bezahlst mit einer Währung, die auf keiner Rechnung auftaucht.

» Woran du ein faires Angebot erkennst

Preis allein sagt wenig. Ob ein Angebot fair ist, erkennst du an fünf Punkten:

» Meine eigenen Preise als Vergleichspunkt

Damit du eine konkrete Zahl zum Einordnen hast, hier meine: Das Basis-Paket kostet 1.490 € zzgl. USt. und umfasst bis zu 5 Seiten, responsives Design, Kontaktformular, Analytics-Einrichtung und die fertigen Dateien zum Mitnehmen. Das Komplett-Paket kostet 2.490 € zzgl. USt. und enthält zusätzlich bis zu 8 Seiten, alle Texte von mir geschrieben, SEO-Grundoptimierung, Newsletter-Anbindung und Bildauswahl. Beides live in 7 Tagen ab Freigabe deiner Inhalte.

Dazu kommen Extras mit festen Preisen: weitere Angebotsseite 290 €, Blog einrichten 290 €, Funnel plus Newsletter 650 €, laufende Pflege ab 49 € im Monat. Alles im Detail steht auf meiner Angebotsseite.

Ich nenne das nicht, weil es der richtige Preis für jeden ist. Ich nenne es, weil du irgendeinen festen Punkt brauchst, um Angebote zu vergleichen. Wenn dir jemand 400 Euro nennt, weißt du jetzt, dass dafür Texte, SEO und Übergabe der Dateien vermutlich nicht drin sind. Wenn jemand 8.000 Euro will, kannst du gezielt fragen, was diese Differenz enthält.

» Was das für deine Entscheidung heißt

Eine Website ist keine Ausgabe, sondern eine Investition mit Laufzeit. Rechne deshalb nie nur den Angebotspreis, sondern die Gesamtkosten über drei Jahre – inklusive Hosting, Wartung, Änderungen und der Zeit, die du selbst investierst. Und rechne dagegen, was ein einziger zusätzlicher Kunde pro Jahr dir bringt.

Wenn dein durchschnittlicher Auftrag 1.500 Euro wert ist, hat sich eine Website für 1.490 Euro nach einem einzigen Auftrag bezahlt. Wenn sie dir in drei Jahren keinen einzigen Kunden bringt, war auch der 300-Euro-Baukasten zu teuer. Der Preis ist selten das eigentliche Problem. Die Frage ist, ob die Seite am Ende Anfragen bringt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für Selbstständige 2026?

Typisch am Markt zahlen Selbstständige im DACH-Raum für eine professionell erstellte Website mit 4 bis 8 Seiten zwischen 800 und 3.000 € bei Freelancern und zwischen 3.000 und 10.000 € bei kleinen Agenturen. Ein Baukasten im Eigenbau kostet 0 bis 30 € pro Monat, dafür investierst du 30 bis 60 Stunden eigene Arbeitszeit. Der Preis hängt vor allem von Seitenanzahl, Texten, Individualität und Funktionen ab.

Welche laufenden Kosten hat eine Website?

Rechne mit 10–25 € pro Jahr für die Domain und 3–20 € pro Monat für Hosting. Dazu kommen je nach System Lizenzen für Plugins oder Themes, Wartung und Sicherheitsupdates sowie Kosten für Änderungen nach dem Livegang. Eine statische HTML-Website hat hier den Vorteil, dass Plugin-Lizenzen und regelmäßige Sicherheitsupdates komplett entfallen.

Ist es günstiger, die Website selbst zu erstellen?

Nur auf dem Kontoauszug. Realistisch brauchen Einsteigerinnen 30 bis 60 Stunden für eine ordentliche Website inklusive Texten. Bei einem eigenen Stundensatz von 60 € sind das 1.800 bis 3.600 € an nicht abgerechneter Arbeitszeit – plus die Aufträge, die du in dieser Zeit nicht gewonnen hast. Der Baukasten ist selten die günstigere, sondern meist nur die unsichtbarer bezahlte Variante.

Festpreis oder Stundensatz – was ist besser?

Für ein klar abgegrenztes Website-Projekt ist ein Festpreis in der Regel die sicherere Wahl: Du kennst die Summe vorher und das Risiko für Verzögerungen liegt beim Dienstleister. Ein Stundensatz ist sinnvoll für laufende Betreuung oder Projekte, deren Umfang sich noch verändert. Entscheidend ist in beiden Fällen ein schriftlicher Leistungsumfang mit Seitenanzahl, Korrekturschleifen und Liefertermin.