» Warum „mehr“ oft das Problem ist
Viele Selbstständige tappen in dieselbe Falle: Sie wollen ihre ganze Expertise, jedes Angebot und möglichst viele Informationen auf der Website unterbringen. Die Folge? Verwirrte Besucherinnen, hohe Absprungrate – und das Gefühl, dass die Seite „nicht funktioniert“.
Dabei liegt das Problem selten am Design, sondern an der Struktur. Zu viel Information tötet Orientierung. Eine gute Website ist kein Online-Broschürenchaos. Sie ist ein System mit genau einer Aufgabe: klarmachen, wer du bist – und wie man mit dir arbeitet.
» Was deine Website wirklich leisten muss
Wenn du allein unterwegs bist oder ein kleines Team hast, brauchst du vor allem eines: eine Seite, die Vertrauen aufbaut und klar kommuniziert. Konkret heißt das:
- Eine Startseite, die in wenigen Sekunden sagt, was du tust – und für wen
- Eine Über-mich-Seite mit Persönlichkeit statt Floskeln
- Eine Angebotsseite, die deine Leistungen verständlich erklärt – am besten mit Preis
- Eine Kontaktmöglichkeit, die man nicht suchen muss
- Optional: ein Blog oder eine FAQ-Seite, um Expertise zu zeigen und gefunden zu werden
Das war’s. Keine Spielereien, keine Ablenkungen. Weniger Klickwege – mehr Wirkung. Oft passt das alles sogar auf einen einzigen, gut strukturierten Onepager.
» Was du weglassen kannst (und solltest)
Diese Elemente werden gern eingebaut – und sind selten nützlich:
- Slider auf der Startseite – kaum jemand klickt sich durch, und sie bremsen die Ladezeit
- Endlose Galerien – sehen hübsch aus, liefern keinen Mehrwert
- Pop-ups – unterbrechen das Nutzererlebnis und wirken aufdringlich
- Chatbots und eingebettete Social-Feeds – Technik, die niemand vermisst, wenn sie fehlt
- Fünf verschiedene Angebotsseiten – verwirren mehr, als sie helfen
- Zu viele Links nach außen – lenken von deinem Angebot ab
Wenn du unsicher bist, ob etwas auf die Seite soll, stell dir eine einzige Frage: Hilft das meinem Wunschkunden, schneller zu verstehen, ob ich die richtige Wahl bin? Wenn nicht – raus damit.
» Schlank gewinnt auch technisch
Weniger Inhalt bedeutet nicht weniger Professionalität. Im Gegenteil: Wer klar kommuniziert, wirkt souverän. Und eine schlanke Website hat handfeste Vorteile, die man auf den ersten Blick nicht sieht.
Sie lädt schneller – gut für Besucherinnen, gut für Google. Sie braucht kaum Wartung: Ich baue meine Websites als schlankes, statisches HTML – ohne Content-Management-System, ohne Plugins, die ständig Updates verlangen, ohne Sicherheitslücken, um die du dich kümmern musst. Und sie ist schnell online: in Tagen statt Monaten. Perfekt, wenn du nicht ein halbes Jahr an deiner Website herumbauen willst, sondern loslegen möchtest.
» Weniger Seiten, mehr Wirkung
Die Website eines Einzelbusiness muss nicht groß sein. Sie muss klar sein: wer du bist, was du anbietest, wie man dich erreicht. Alles andere ist Deko – oder Ablenkung. Genau nach diesem Prinzip sind auch meine beiden Website-Pakete geschnitten: kompakt, komplett, in 7 Tagen online. Nicht mehr Website als nötig – aber alles, was wirkt.
Häufige Fragen
Wie viele Seiten braucht die Website eines Einzelbusiness?
Vier bis fünf reichen fast immer: Startseite, Über mich, Angebot, Kontakt – optional ein Blog oder eine FAQ-Seite. Wichtiger als die Anzahl ist, dass jede Seite eine klare Aufgabe hat und Besucherinnen in wenigen Sekunden verstehen, was du tust und wie man mit dir arbeitet.
Reicht ein Onepager für Selbstständige?
Oft ja. Wenn du ein klares Kernangebot hast, kann ein gut strukturierter Onepager alles leisten: Positionierung, Vertrauen, Angebot, Kontakt. Mehrere Seiten lohnen sich erst, wenn du deutlich unterschiedliche Angebote hast oder über einen Blog gefunden werden willst.
Was kann ich auf meiner Website weglassen?
Slider, Pop-ups, endlose Galerien, Chatbots, eingebettete Social-Feeds und fünf verschiedene Angebotsseiten. Die Testfrage für jedes Element: Hilft es deinem Wunschkunden, schneller zu verstehen, ob du die richtige Wahl bist? Wenn nicht – raus damit.
Ist eine kleine Website unprofessionell?
Im Gegenteil. Wer klar und knapp kommuniziert, wirkt souverän – wer alles zeigen will, wirkt beliebig. Eine schlanke Website lädt schneller, ist leichter zu pflegen und führt Besucherinnen ohne Umwege zur Anfrage. Genau das ist Professionalität.