» 1. Inhalte aktualisieren
Neue Preise, ein neues Angebot, ein aktuelles Foto, ein Testimonial: Solche Änderungen sind schnell gemacht – von jemandem, der es täglich tut. Bei dir dauern sie eine Stunde, weil du erst wieder hineinfinden musst.
Das ist die Aufgabe, die am häufigsten liegen bleibt. Und die mit dem größten Schaden: Eine Seite mit veralteten Preisen oder einem Angebot, das du gar nicht mehr machst, kostet dich Anfragen und Glaubwürdigkeit.
Tipp: Sammle Änderungen und gib sie gebündelt ab, statt jede einzeln zu melden. Das ist für beide Seiten effizienter.
» 2. Bilder aufbereiten
Fotos zuschneiden, komprimieren, in das richtige Format bringen, Alternativtexte schreiben: Das ist reine Handarbeit, für die du kein Gestaltungsgefühl brauchst, sondern nur Routine und die richtigen Werkzeuge.
Gleichzeitig ist es die Aufgabe, an der die meisten Websites scheitern. Ein nicht optimiertes Foto direkt aus dem Handy bremst eine ganze Seite aus. Warum das teuer wird, steht in meinem Artikel über Bilder fürs Web optimieren.
» 3. Technische Kontrolle
Funktioniert das Kontaktformular noch? Sind alle Links intakt? Lädt die Seite auf dem Handy schnell genug? Wird sie noch von Google indexiert?
Das sind Dinge, die niemand bemerkt, solange sie funktionieren – und die richtig teuer werden, wenn sie ausfallen. Ein defektes Formular fällt oft erst nach Wochen auf, weil ausbleibende Anfragen nach schlechter Auftragslage aussehen und nicht nach einem technischen Fehler.
Tipp: Schick dir einmal im Monat selbst eine Testnachricht über dein Formular. Das kostet zwei Minuten und ersetzt viel Sorge.
» 4. Texte für Suchmaschinen und KI aufbereiten
Seitentitel, Meta-Beschreibungen, Überschriftenstruktur, interne Verlinkung: Das ist Handwerk mit klaren Regeln. Du musst die Inhalte liefern – aber du musst nicht wissen, wie lang eine Meta-Beschreibung sein darf oder wie du eine FAQ-Sektion auszeichnest, damit ChatGPT und Perplexity sie zitieren können.
Gerade dieser Teil zahlt sich langfristig am stärksten aus, weil er dafür sorgt, dass Menschen dich finden, ohne dass du Werbung schaltest. Wie das für KI-Suchen funktioniert, steht in meinem Artikel über AEO und GEO.
» 5. Neue Seiten und Landingpages bauen
Ein neues Angebot braucht eine eigene Seite. Ein Webinar braucht eine Anmeldeseite. Ein Blogartikel muss eingepflegt werden. Das ist Aufbauarbeit, die Struktur und Erfahrung braucht – aber nicht dich persönlich.
Du entscheidest, was auf die Seite kommt und für wen. Der Rest ist Umsetzung. Wie eine Angebotsseite aufgebaut sein muss, damit sie funktioniert, liest du unter Angebotsseite.
» Was du nicht abgeben solltest
Drei Dinge bleiben bei dir, und zwar dauerhaft.
Deine Positionierung. Wer du bist, für wen du arbeitest und warum jemand dich buchen sollte – das kann dir niemand abnehmen. Es ist die Grundlage für alles andere.
Dein Angebot. Was du anbietest und was es kostet, ist eine Geschäftsentscheidung, keine Umsetzungsfrage.
Die letzte Freigabe. Es ist deine Website und dein Name steht darauf. Du musst nicht jeden Zwischenschritt kontrollieren, aber du solltest das Ergebnis kennen und gutheißen.
» Wann der richtige Zeitpunkt ist
Nicht „wenn ich mehr verdiene“. Der richtige Zeitpunkt ist, sobald eine Aufgabe zum dritten Mal wiederkehrt, du sie jedes Mal aufschiebst und sie jedes Mal länger dauert als geplant. Das ist kein Zeichen von Faulheit, sondern ein Signal, dass die Aufgabe an der falschen Stelle liegt. Wie du diese Rechnung konkret aufmachst, steht in meinem Artikel über deinen echten Stundenwert.
» Was das für dich heißt
Der größte Teil dieser Arbeit entsteht überhaupt erst durch komplizierte Technik. Eine schlanke, statische Website ohne Baukasten und ohne Plugin-Wartung nimmt dir einen Teil davon von vornherein ab – der Rest ist gut planbar. Wie ich das mache, siehst du in meinem Angebot.
Häufige Fragen
Welche Website-Aufgaben sollte ich als Selbstständige abgeben?
Alles, was Routine und Werkzeugkenntnis braucht: Inhalte aktualisieren, Bilder aufbereiten, technische Kontrolle, Suchmaschinen- und KI-Optimierung sowie der Aufbau neuer Seiten. Diese Aufgaben wiederholen sich, kosten dich überproportional viel Zeit und bringen keinen Umsatz, wenn du sie selbst machst.
Was sollte ich bei meiner Website auf keinen Fall abgeben?
Deine Positionierung, dein Angebot und die letzte Freigabe. Wer du bist, für wen du arbeitest und was du anbietest, sind Geschäftsentscheidungen. Die Umsetzung kann jemand anders übernehmen, die Richtung nicht.
Verliere ich die Kontrolle über meine Website, wenn ich Aufgaben abgebe?
Nicht, wenn du die Dateien und Zugänge besitzt. Achte darauf, dass dir die fertige Website gehört und du sie jederzeit mitnehmen kannst. Dann ist Abgeben eine Frage der Bequemlichkeit, keine Abhängigkeit.
Wann ist der richtige Zeitpunkt, Website-Aufgaben abzugeben?
Sobald eine Aufgabe zum dritten Mal wiederkehrt, du sie regelmäßig aufschiebst und sie jedes Mal länger dauert als geplant. Das ist ein Signal, dass sie an der falschen Stelle liegt – unabhängig davon, wie viel du gerade verdienst.